10.09.2021

Mit gutem Gewissen unterwegs – neuer Rucksack von Journext punktet mit konsequenter Nachhaltigkeit

Sie müssen Sonne, Regen und Wind abkönnen, einiges an Gewicht tragen und persönliche Gegenstände sicher, aber einfach zugänglich verwahren: Rucksäcke sind sowohl auf Reisen als auch bei Alltagsabenteuern treue Begleiter. Ihre Inhalte erzählen die Geschichten ihrer Besitzerinnen und Besitzer. Ihre Beschaffenheit erzählt die Geschichte der Rucksäcke selbst. Hersteller sehen sich heute einer zunehmend sensibilisierten Kundschaft gegenüber, die Produkte nicht mehr unreflektiert kauft, sondern ihre Herkunft kritisch hinterfragt. Was also, wenn es einen Rucksack gäbe, der komplett in Deutschland hergestellt ist und ausschließlich aus nachhaltigen Materialien besteht? Klingt zu gut, um wahr zu sein? Die Journext GmbH will genau das wahr machen.

Das Start-up aus Dresden, das bereits ultraleichte Wanderrucksäcke sowie stylisch-praktische Stadtrucksäcke im Angebot hat, stellt sich nun seiner bislang größten Herausforderung: unter dem Namen „Nova 60“ will das Journext-Team eine neue Generation von multifunktionalen Rucksäcken entwickeln und fertigen, die zu 100 % „made in Germany“ und ökologisch unbedenklich sind. Für ihre unternehmerische Reise haben die Gründer Markus Flade, Richard Hohme und Simon Schulz finanziellen Auftrieb von der MBG erhalten – und zwar in Form einer Beteiligung, die garantiert nachhaltig und nicht auf schnelle Renditen ausgerichtet ist.

Seitdem Journext Anfang 2021 den Investmentzuschlag erhielt, wurden bereits einige Tranchen ausgezahlt und Meilensteine erreicht. Geschäftsführer Markus Flade zieht eine Zwischenbilanz: „In den letzten Monaten konnten wir die Skalierung unseres bestehenden E-Commerce-Business vorantreiben. Das Kapital der MBG hat uns erlaubt, einen eigenen Web-Shop aufzubauen und unser Online-Marketing auszuweiten.“ So emanzipiert sich Journext zugleich von Amazon, dem bisherigen Hauptvertriebskanal. „Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Marke mit einer diversifizierten Vertriebsinfrastruktur aufzubauen.“ Dazu sollen perspektivisch auch Einzelhändler mit ihren stationären Geschäften und Online-Plattformen zählen. Die MBG-Finanzierung versetzt Journext weiterhin in die Lage, Entwicklungs- und Produktionskosten vorzufinanzieren und somit schneller zu wachsen als es organisch möglich wäre. Mit ihren Investments unterstützt die MBG junge Unternehmen gezielt in den ersten Jahren, in denen sie oftmals noch nicht bankfähig sind. Die MBG sorgt dafür, dass erfolgsversprechende Produktideen zur Markreife entwickelt, produziert und vertrieben werden können. Damit ermöglicht sie Start-ups wie Journext, einen finanziellen Erfolgsnachweis zu erbringen und sich so schließlich auch für eine Fremdkapitalfinanzierung durch Hausbanken zu qualifizieren.

Unterdessen hat sich Journext mit seinem Produktportfolio voll und ganz auf Outdoor- und Reise-Fans eingestellt: Außer den Rucksäcken sind schnelltrocknende Handtücher, aufblasbare Reisekissen oder isolierende Edelstahl-Trinkflaschen zu haben. Alle Produkte werden vom Journext-Team selbst entwickelt. Dabei fließen stets auch persönliche Reiseerfahrungen und viel Herzblut mit ein. Das allererste Jornext-Produkt, eine Schutzhülle für Rucksäcke, hatte Markus Flade etwa entworfen, weil er sich als Student auf Backpacker-Reisen immer wieder ärgerte, seinen Rucksack vor dem Flug in Plastefolie einwickeln zu müssen und so unnötigen Müll zu produzieren. Der Gedanke des ressourcenschonenden Reisens bestimmte die Produktentwicklung also schon von Beginn an. MBG-Beteiligungsmanager Martin Liebsch sieht darin einen wichtigen Wettbewerbsvorteil von Journext: „Dem CEO Markus Flade ist es zusammen mit seinem Team gelungen, ein etabliertes E-Commerce Start-up aufzubauen, das durch seinen nachhaltigen Ansatz neue Kundengruppen erschließen will.“ Neben den eigentlichen Produkten ist es vor allem auch die geographische Neuausrichtung der Beschaffungsprozesse, die auf Zustimmung der MBG stößt: „Der sportliche, moderne Look im Einklang mit der hohen Funktionalität der Produkte sowie der Aufbau von regionalen Lieferketten bei unter anderem einem Zulieferer aus dem Erzgebirge, haben die MBG in ihrer Entscheidung bestärkt, das Unternehmen beim weiteren Wachstum zu unterstützen“, hält Martin Liebsch fest.

Mit Nova 60 plant Journext nun ein wahrhaftes Novum auf dem Backpacking-Markt. Laut eigenen Recherchen existiert aktuell kein Reiserucksack, der vollständig in Deutschland und aus umweltverträglichen Materialien gefertigt wird. Der Hauptstoff des neuen Journext Rucksacks wird aus recycelten PET-Flaschen entstehen. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen die Pilotproduktion und Produkttests noch vor Jahresende. Die Endfertigung wird im sächsischen Bärenstein durch die Firma SK Spezialtaschen erfolgen. Um einheimische Produzenten zu finden, hat auch die MBG ihr Netzwerk zur Verfügung gestellt. Die Produktion in Deutschland wird lange Transportwege und damit CO2-Emissionen einsparen. Sie macht aber auch wirtschaftlich Sinn. Bislang ließ Journext in Asien fertigen – zuletzt mit einigen Schwierigkeiten: Produktionsengpässe und Transportprobleme haben zu Lieferzeiten von über einem halben Jahr geführt, in denen auch der Cashflow stockt. Markus Flade formuliert sein größtes Learning als Gründer daher so: „Wenn man wie wir im E-Commerce aktiv ist, müssen die Lieferketten sichergestellt und so kurz wie möglich sein. Mit der inländischen Produktion machen wir uns vom Ausland unabhängig und erhalten mehr Kontrolle über unsere Wertschöpfung.“ So soll gewährleistet werden, dass stets Ware vorrätig ist und bei Bedarf kurzfristig nachbestellt werden kann. Denn wenn Nova 60 planmäßig Mitte 2022 in den Verkauf geht, will man schließlich keine Kundin und keinen Kunden lang auf das „Objekt der Begierde“ warten lassen müssen.

Bildquelle: Journext GmbH

1 – Trekking- und Wanderrucksäcke der Reihe „Spirit“

2 – Journext-Team: Dominik Daub (Produktentwickler), Markus Flade (Gründer & Geschäftsführer), Lena Theis (Projektmanagerin Nova 60), Matthieu Wehner (Leiter der Produktentwicklung), Felix Fischer (Beschaffung und Einkauf)

3 – 5: Stadtrucksäcke “Timeless”, “Vibe” und “Base”

6 – Produktskizze des neuen, nachhaltigen Reiseruckacks Nova 60