Erfolgsbeispiele


Strategic Fire Solutions: Exportiertes Brandschutz-Know-how aus Dresden

Die Brandschutz-und Rettungsdienst-Profis sind weltweit im Einsatz. 

Dass auch ein kleines Unternehmen aus Sachsen international erfolgreich tätig sein kann, beweist das Beispiel der Strategic Fire Solutions GbR. Das Unternehmen aus Dresden bietet seinen Kunden individuelle Lösungen im Bereich des Brandschutzes an und bedient mit diesem Geschäftsmodell einen Nischenmarkt. Die Auftraggeber von Strategic Fire Solutions kommen zum Großteil aus Osteuropa, Indien sowie dem arabischen Raum und schätzen das breite Leistungsspektrum der Firma. Vom Vertrieb von Feuerwehrfahrzeugen über spezielle Trainingskurse bis hin zu umfangreichen Beratungsleistungen erhalten die Kunden alles, was sie für den Aufbau und Betrieb eines professionellen Brandschutzes benötigen. Dieser ganzheitliche Ansatz zeichnet das Dresdner Unternehmen aus und ist zugleich ein Grund für die guten und langfristigen Beziehungen zu seinem internationalen Kundenstamm.

Hinter Strategic Fire Solutions stehen die beiden Geschäftsführer Peggy Hinkel und John Olsen. Diese gründeten das Unternehmen 2007, nachdem sie bereits über sieben Jahre lang zusammen im Feuerwehrtrainingszentrum des Frankfurter Flughafens erfolgreich zusammengearbeitet hatten. Während der Amerikaner John Olsen als erfahrener Fire Chief das internationale Geschäft des Zentrums leitete, war Peggy Hinkel als studierte Volkswirtin für das Management des gesamten Feuerwehrtrainingszentrums verantwortlich. Mit der Zeit fragten immer mehr Kunden neben dem Training zur Flugzeugbrandbekämpfung, welches das Kerngeschäft darstellte, nach weiteren Leistungen und Produkten, vor allem für den petrochemischen Bereich. Beiden wurde schnell klar, dass das Portfolio ihres Arbeitgebers nicht umfangreich genug war, um den hohen Ansprüchen ihrer Auftraggeber gerecht zu werden. Mit der Gründung von Strategic Fire Solutions wagten Peggy Hinkel und John Olsen den Schritt in die Selbständigkeit, um die sich ihnen bietende Marktnische zu füllen.

Heute besteht das Unternehmen bereits seit sechs Jahren und bietet seinen Kunden die gewünschten ganzheitlichen Lösungen im Bereich des Brandschutzes an. Dabei legen die beiden Geschäftsführer und ihr sechsköpfiges Team den Fokus insbesondere auf die Flugzeugbrandbekämpfung sowie den petrochemischen Bereich und profitieren dabei von ihren langjährigen Erfahrungen auf diesen Gebieten. Für die finanzielle Absicherung der weiteren Unternehmensentwicklung konnte sich Strategic Fire Solutions die Unterstützung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG) sichern, die der Firma wirtschaftliche Eigenmittel über den Mikromezzaninfonds zur Verfügung stellt. "Diese Finanzierungsform wirkt sich durch die Eigenkapitalzufuhr positiv auf unser Rating aus. Dadurch können wir unsere Finanzierungsstrategie zielgerichtet erweitern und anpassen", erklärt Peggy Hinkel die Vorteile des Beteiligungsangebotes. Den Tipp für den Mikromezzaninfonds erhielt die Unternehmerin durch ihre Hausbank, die ihr den Kontakt zur MBG vermittelte.

Für die Zukunft hat Peggy Hinkel bereits konkrete Pläne, um mit den zusätzlichen Eigenmitteln das Unternehmenswachstum zu fördern. Im Vordergrund stehen dabei die Festigung der bestehenden sowie die Erschließung neuer Märkte und die Erweiterung des Teams. Besonders dieser Aspekt ist für eine Firma wie Strategic Fire Solutions eine große Herausforderung. "In unserem Bereich hochqualifiziertes englischsprachiges Personal zu finden, ist zumindest in Deutschland sehr schwierig. Aus diesem Grund sind wir auf ausländische Fachkräfte angewiesen, die für einen erfolgreichen Start bei uns in den ersten Monaten viel Hilfestellung benötigen. Gerade ein international ausgerichtetes Unternehmen wie unseres braucht hier auch die Unterstützung aus seinem Umfeld", so Peggy Hinkel zu den Herausforderungen ihres Unternehmens. Mit der finanziellen Unterstützung durch den Mikromezzaninfonds hat Strategic Fire Solutions gute Voraussetzungen geschaffen, die bevorstehenden Aufgaben in den kommenden Jahren erfolgreich zu meistern.


AXO DRESDEN GmbH – Unabhängig und hochpräzise

Geschäftsfüherin Petra Meißner im Gespräch mit Frau Jeannette Krause von der BBS/MBG

Links: Stephen O‘Rourke von der AXO DRESDEN GmbH bei einer Testmessung mit einer Röntgenoptik. / Rechts: Danny Weißbach von der AXO DRESDEN GmbH bei der Arbeit an einer Magnetron-Beschichtungsanlage.

Mit dem Begriff Röntgen verbinden viele Menschen in erster Linie das allgemein bekannte Diagnoseverfahren beim Arzt. Heute wird diese Technologie allerdings in noch weitaus komplizierteren Anwendungsbereichen eingesetzt, z. B. bei der Strukturanalyse von Kristallen. Da Röntgenstrahlung eine viel kürzere Wellenlänge als Licht hat, können mithilfe besonderer Analysegeräte Strukturen visualisiert werden, die man unter einem normalen Mikroskop nicht sehen kann. Für den Bau eines solchen Messgerätes werden Spezialteile benötigt, deren Fertigung technisches Wissen und ein hohes Maß an Präzision erfordern

Die AXO DRESDEN GmbH hat sich auf die Herstellung genau dieser Komponenten für Analysegeräte spezialisiert, in denen die Röntgenstrahlung zur Anwednung kommt. Das 11-köpfige Team fertigt die Röntgenoptiken - das sind Spiegel, die die Strahlen im Messgerät bündeln. Bei der Herstellung dieser Teile werden die Spiegel durch ein spezielles technisches Verfahren beschichtet, wobei jederzeit höchste Präzision (bis in den atomaren Maßstab) gefragt ist. Entwickelt wurde die Methode zur Herstellung und Beschichtung der Röntgenoptiken am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden. Um diese Technik zu kommerzialisieren und das Potenzial wirtschaftlich zu nutzen, gründeten die leitenden Mitarbeiter des Forschungsteams im Jahr 2002 die AXO DRESDEN GmbH aus dem Fraunhofer IWS aus. Seitdem hat sich das Unternehmen aus der Landeshauptstadt als einer der wenigen Zulieferer in der Branche etabliert. "Weltweit gibt es neben uns nur einige wenige Firmen, die diese Technik zur Herstellung von Spezialkomponenten überhaupt beherrschen", betont Markus Krämer, der bei der AXO DRESDEN für die Entwicklung von Optik-Designs zuständig ist. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern hat sich das Dresdner Spin-off seit seiner Gründung als unabhängiges Unternehmen am Markt etabliert. Dadurch konnte sich die AXO DRESDEN einen breiten Kundenstamm schaffen und beliefert weltweit Hersteller von röntgenanalytischen Geräten mit Röntgenoptiken als einem Schlüsselelement für die Leistungsfähigkeit der Geräte.

Seit Mitte Dezember 2010 ist die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG) an der AXO DRESDEN beteiligt, um diese so durch die Bereitstellung von Eigenmitteln zu fördern. "Bei unserer Arbeit sind wir auf die stetige Weiterentwicklung der Technik und Methoden angewiesen. Dazu benötigen wir auch neue Maschinen, die sehr teuer in der Anschaffung sind", erläutert Markus Krämer. Für das Dresdner Unternehmen war die stille und direkte Beteiligung der MBG somit eine gute Finanzierungsalternative für die notwendigen Investitionen, wie einer hochmodernen Ionenstrahl-Beschichtungsanlage, mit denen die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichergestellt werden soll. "Die AXO DRESDEN GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, dass in Sachsen großes Potenzial für wissensbasierte Gründungen und Geschäftsideen vorhanden ist. Mit der Finanzierung durch die MBG unterstützen wir aus finanzieller Sicht den Erhalt der Innovationsfähigkeit im Unternehmen", erklärt Markus H. Michalow, Geschäftsführer der MBG.

Damit ist die Dresdner Firma für die Zukunft gut aufgestellt. Bereits heute beliefert der Hersteller von Spezialkomponenten mit seinen Produkten Kunden aus aller Welt, die vor allem in Europa, Amerika, China und Japan ansässig sind. Zudem kooperiert man im Bereich der Forschung und Entwicklung weltweit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, zu denen auch weiterhin das Fraunhofer IWS gehört. Zukünftig möchte die Firma außerdem weiter expandieren und beispielsweise den wachsenden brasilianischen sowie den indischen und australischen Markt erschließen, um in den weltweit wichtigsten Regionen dauerhaft vertreten zu sein.


Der Nachbarschaftsmarkt in Dresden Gorbitz

Geschäftsfüherin Petra Meißner im Gespräch mit Frau Jeannette Krause von der BBS/MBG

Geschäftsinhaberin Petra Meißner informiert Beraterin Jeannette Krause von der BBS/MBG über ihren nahkauf-Markt.

Kunden, die den nahkauf-Markt im Dresdener Gorbitz-Center betreten, haben eines gemeinsam: Sie schätzen die Vorzüge des Nahversorgers, der ein wenig anders ist als die großen Discounter. Der Supermarkt hat nicht nur die für einen Lebensmittelmarkt üblichen Produkte im Angebot, sondern ist auch stets zur Stelle, um seinen Kunden eine persönliche Beratung anzubieten. "Wir sind ein kleines Unternehmen und haben daher auch ein entsprechend persönlicheres Verhältnis zu unseren Kunden. Anders als in einer großen Supermarktkette können wir daher auch eine individuelle Beratung anbieten", erklärt Petra Meißner, die Inhaberin des nahkauf-Marktes. Sie und ihre ca. 14 Mitarbeiter bieten auf einer Verkaufsfläche von rund 1300 m² neben Lebensmitteln und Non-Food-Produkten auch einen großzügigen Thekenbereich sowie eine Backstation an.

Ein nicht alltäglicher Service für einen Supermarkt ist die integrierte Poststelle, die Dienstleistungen rund um Briefe und Pakete anbietet. Neben diesem umfangreichen Angebot kommen dem Kunden außerdem die Öffnungszeiten entgegen - von 7-22 Uhr hat der Markt geöffnet. Im März 2012 eröffnete Petra Meißner ihren nahkauf-Markt in Dresden.

Zuvor hatte sie bereits mehrere Supermärkte betrieben und war auf der Suche nach einem neuen Objekt auf die freie Fläche im Gorbitz-Center aufmerksam geworden. Um die Eröffnung ihres neuen Marktes finanzieren zu können, wandte sich Petra Meißner zusammen mit ihrer Hausbank an die MBG, die das Vorhaben mit einer Beteiligung unterstützte. Somit konnte die notwendige Finanzierung gesichert und das neue Geschäft gegründet werden.


Die FISSEK Maschinen- und Werkzeugbau GmbH - Innovation und Kompetenz im Maschinenbau

Annette Jackisch von der BBS/MBG im Gespräch mit dem Geschäftsführer der FISSEK Maschinen- und Werkzeugbau GmbH, Matthias Finkenwirth.

Die FISSEK Maschinen- und Werkzeugbau GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen aus Mylau im Vogtlandkreis. Anders als es der Name vermuten lässt, bietet die Firma ihren Kunden ein breites Leistungsspektrum an, welches sich nicht nur auf den Bau von Maschinen und Werkzeugen beschränkt. Neben der Fertigung von Sondermaschinen und Vorrichtungen ist das Unternehmen außerdem im Bereich der Industrieverlagerung und dem Retrofitting aktiv. Betriebe, die ihre Maschinen, Anlagen oder Vorrichtungen verlagern wollen, sei es innerhalb Deutschlands, Europas oder darüber hinaus, finden in der FISSEK GmbH einen kompetenten Partner, der alle Montagen und Verlagerungen übernimmt.

Außerdem ist das Unternehmen eines der wenigen, die noch Retrofits und Modernisierungen von verschiedensten Anlagen und Maschinen durchführen. Von Jahr zu Jahr verzeichnet die FISSEK GmbH mehr Aufträge für hauseigene Entwicklungsleistungen und den Bau von technologisch hochwertigen Produkten. Im Jahr 2010 beschloss der bisherige Investor, mit dessen Hilfe Geschäftsführer Matthias Finkenwirth das Unternehmen 1992 gründete, seine Anteile aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen. Mit der Unterstützung ihrer Hausbank entschlossen sich Matthias Finkenwirth und sein Sohn Mike dazu, die FISSEK GmbH vollständig zu übernehmen. "Wir wurden bei der Übernahme der Firma von unserer Hausbank unterstützt.

Dort war das Interesse an einer solchen Lösung natürlich groß, da wir mit der FISSEK GmbH schon seit 20 Jahren erfolgreich agieren und bislang immer sehr zuverlässig waren", berichtet Matthias Finkenwirth. Um die Übernahme finanziell realisieren zu können, stellte die Hausbank den Kontakt zur MBG her, die den Kauf der Gesellschafteranteile durch die Finkenwirths mit einer stillen Beteiligung unterstützte. Somit ist das Unternehmen nun in den Händen von Mike und Matthias Finkenwirth, die durch die Übernahme eine langfristige Perspektive für den Betrieb und seine Mitarbeiter geschaffen haben.


fit – mehr als nur ein Handspülmittel

Ein Handspülmittel mit drei Buchstaben, dessen Flasche dem roten Turm von Chemnitz nachempfunden wurde. Mit diesen unverwechselbaren Merkmalen begann 1954 in Chemnitz die Erfolgsgeschichte der Marke fit, die bis heute anhält. Seit 1993 steht hinter dieser positiven Entwicklung die fit GmbH, die die Produktion und den Vertrieb des bekanntesten Spülmittels der ehemaligen DDR übernommen hat. Und während auf dem ostdeutschen Spülmittelmarkt noch immer Markführer ist, hat man es in Gesamtdeutschland mittlerweile zur Nummer drei gebracht. Allerdings beschränkt sich das Sortiment der fit GmbH nicht mehr nur auf Spülmittel. So hat man im Jahr 2000 die Marken Rei, Rei in der Tube sowie Sanso gekauft, die nun das Portfolio des mittelständischen Unternehmens, neben Maschinengeschirrspülmittel und Haushaltsreiniger, ergänzen. Insgesamt arbeiten 110 Mitarbeiter für die fit GmbH am Firmensitz Hirschfelde/Sachsen.

Die MBG unterstützt das Wachstum des Unternehmens mit der Beteiligung Wachstum und Innovation.


Zielbewusster Aufbruch als Unternehmensgeschichte

Die Geschichte des Eisenwerkes Wittigsthal reicht bis in das Jahr 1651 zurück. Seitdem hat das Unternehmen immer wieder die Zeichen der jeweiligen Zeit erkannt und sein Tätigkeitsfeld den technischen Neuerungen und jeweiligen Bedarfen angepasst. So entwickelte sich aus dem anfänglichen Eisenguss Ende des 19. Jahrhunderts eine Schlosserei sowie ein Emaillierwerk. Ab 1968 konzentrierte sich die Produktion auf die Herstellung von Kohlebadeöfen. Durch einen Besitzerwechsel 1992 bekam die Firma ein zweites Standbein - die Produktion von Systemen für Mess-, Regel- und Verteiltechnik für den Heizungs- und Sanitärbereich. Zusammen mit der Produktion von Badeöfen für feste Brennstoffe und Öl sowie der Herstellung von fördertechnischen Lösungen im Schwermaschinenbau und in der Tunneltechnik hat die Eisenwerk Wittigsthal GmbH heute ein breites Leistungsspektrum geschaffen. Seit 2008 führen Jochen Browa und seine Frau Heike Browa-Forner das Unternehmen mit seinen 40 Mitarbeitern und wollen sich den künftigen Herausforderungen gemeinsam stellen.

Die MBG finanziert die Weiterentwicklung des Unternehmens mit der Beteiligung Gründung und Nachfolge.