13.11.2019

Abhilfe für kulinarisches Fernweh –Online-Händler Gustini bringt italienisches Urlaubsflair auf den heimischen Tisch

Es war einmal im Jahr 2008. Zu einer Zeit, in der junge Unternehmer ihre Geschäftsideen noch nicht im TV vor hungrigen Löwen pitchten, Coworking-Spaces noch nicht wie Pilze in den Innenstädten aus dem Boden schossen und die Mark Zuckerbergs und Elon Musks dieser Welt noch nicht wie Popstars gefeiert wurden. Zu dieser Zeit gründete Jens Depenau den Web-Shop Gustini, über den er handverlesene Spezialitäten aus Italien vertreibt. Optimale Bedingungen für den Aufbau seines E-Commerce-Business fand er in Leipzig vor. In der Messestadt, die seit jeher als besonders aufgeschlossenen und progressiv gilt, florierte die Startup-Szene schon damals. Und auch der Internethandel war zu jener Zeit auf Wachstumskurs, wenngleich Deutschland im internationalen Vergleich noch ganz am Anfang stand. Genau in diesem Feld sah Jens Depenau eine vielversprechende Marktnische.

An seiner Vision von einem Online-Geschäft für italienische Feinkost fanden auch die MBG und S-Beteiligungen (Beteiligungsfinanzierer der Sparkasse Leipzig) Geschmack. Sie brachten von Beginn an Kapital und Kompetenz in den Aufbau der Gustini GmbH mit ein. Heute, mehr als 10 Jahre später, hat sich das einstige Startup zum profitablen Business entwickelt, das in der DACH-Region und Frankreich aktiv ist. Ihre Aufgabe als Wirtschaftsförderer hat die MBG somit erfolgreich erfüllt. Mit dem guten Gefühl, das Unternehmen solide für die Zukunft aufgestellt zu wissen, zog sie sich nun aus dem Gesellschafterkreis zurück und veräußerte ihre Geschäftsanteile an die S-Beteiligungen, ebenfalls Investor der ersten Stunde.

Unternehmergeist legte Jens Depenau schon früh im Leben an den Tag. Noch während seiner Studienzeit gründete er mit einem Kommilitonen zusammen eine Webdesign-Agentur und entwickelte Projekte für Musikgrößen wie Billy Idol. Anschließend baute er als angestellter Geschäftsführer eine Online-Apotheke mit auf, die einen nahezu raketenhaften Aufstieg hinlegte. Seine dabei erworbene Expertise im Versandhandel und E-Commerce sollten schließlich auch bei seiner nächsten eigenen Firma zum Tragen kommen. Die Entscheidung, italienische Genusswaren zu vertreiben, war – trotz seines persönlichen Faibles für Bella Italia – vor allem auch unternehmerisches Kalkül. Vor der Gründung hatte der scharfsinnige Geschäftsmann eine fundierte Marktanalyse durchgeführt und Wachstumspotenziale verschiedener Branchen eruiert. Derart gewissenhaft vorbereitet konnte er mit seinem Business Plan auch die MBG als Gesellschafter gewinnen, worüber sich Jens Depenau rückblickend sehr glücklich schätzt: „Mit der MBG haben wir einen Sparringspartner gefunden, der Gustini nicht nur mit Kapital, sondern auch mit Know-How zukunftsorientiert durch die Anfangsjahre begleitet hat. Die finanzielle Rückendeckung der MBG erlaubte mir, mich auf das Tagesgeschäft und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens zu konzentrieren. Als nicht ausschließlich renditefokussierter Investor ließ sie mir dabei auch die Freiheit, den Gewinn in weiteres Wachstum zu reinvestieren.“ Zudem hebt der Firmenchef hervor, dass die Zusammenarbeit mit der MBG sehr vertrauensvoll ablief und er sich auch auf menschlicher Ebene jederzeit gut aufgehoben fühlte.

Weil sich Pizza, Pasta & Co. hierzulande großer Beliebtheit erfreuen, haben italienische Lebensmittel schon lange einen festen Platz in deutschen Supermärkten. Doch wer glaubt, Gustini packe die Produkte vom Discounter um die Ecke lediglich ins virtuelle Regal, der irrt. In dem Online-Shop finden Genießer ausgewählte Waren, wie sie von den großen Handelsketten nicht geführt werden. Angefangen von San Marzano Tomaten und handgemachter Burrata bis hin zu toskanischer Wildschweinsalami und Pistaziencreme aus Bronte – das Credo lautet authentische Spezialitäten zum fairen Preis. Diese Strategie hat sich ausgezahlt, wie MBG-Beteiligungsmanager Patrick Krahl festhält: „Der Gustini GmbH ist es in den letzten Jahren ihrer Entwicklung sehr gut gelungen, sich nachhaltig in der Marktnische für italienische Genussmittel zu etablieren und damit wichtige Marktanteile zu sichern. Dazu beigetragen haben insbesondere die Entscheidung zur gezielten Internationalisierung des Web-Shops in ausgewählten Ländern und dem Aufbau hochwertiger Eigenmarken.“ Die Leidenschaft, mit der man bei Gustini arbeitet, schmeckt auch der Kunde. Um ihr Qualitätsversprechen einzulösen, machen sich die Foodscouts um Jens Depenau höchstpersönlich auf den Weg nach Italien, wo sie Erzeuger besuchen, Produkte verkosten und schließlich nur das Beste für ihren Shop auswählen. Gustini will die Brücke vom italienischen Bauernhof zum Endkunden schlagen, wie es Jens Depenau formuliert. Die in der Sonne Italiens gereiften und frisch geernteten Tomaten etwa werden direkt vor Ort im Familienunternehmen zum Sugo verarbeitet, um später auf dem Teller des Kunden für ganz besondere Genussmomente zu sorgen.

Das Konzept der exklusiven Produktauswahl greift auch die Eigenmarke Selezione Gustini auf, für die das Unternehmen mit verschiedenen Erzeugern kooperiert. Die Fachwelt zeigt sich überzeugt. Beim Olio Award vom „Feinschmecker“, dem führenden Gourmet-Magazin, haben die Olivenöle aus Gustinis eigenem Sortiment mehrmals Top-Platzierungen erreicht. Jens Depenau und sein 16-köpfiges Team können jedoch nicht nur auf die Erweiterung ihrer Produktpalette stolz sein. Auch online hat sich einiges getan. So entstanden separate Web-Shops für Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich. Zudem wurden responsive Versionen für PCs, Laptops, Tablets und Smartphones entwickelt. Die nächsten Milestones hat Jens Depenau schon vor Augen: Die Voice Search, also die Suche per Sprachsteuerung, wolle man angehen, jetzt wo Siri und Alexa bei Kaufentscheidungen ein Wörtchen mitzureden haben. Auch Social-Media-Kanäle möchte man stärker nutzen, um digital Appetit zu machen. Seine Pläne kann der Gründer weiterhin mit einem erfahrenen, sächsischen Kapitalgeber an der Seite verwirklichen: Die S-Beteiligungen haben die strategische Partnerschaft durch die Übernahme der MBG-Anteile nun auf ein neues Level gehoben – nicht ohne Grund. Ihr Investment-Manager Robin Nitsch sagt Gustini eine Zukunft voraus, wie sie jeder Italiener mit „Buonissimo“ kommentieren würde: „Der Markt für Online-Lebensmittel wächst stetig und auch etablierte Lebensmittelhändler, wie z.B. REWE und Edeka setzen zunehmend auf Online- bzw. Lieferdienstkonzepte. Von diesem Trend profitiert auch die Gustini, welche als Marktführer im Bereich authentische, italienische Lebensmittel immer mehr Kunden begeistert. Insofern sind wir zuversichtlich, dass Gustini seine Position zukünftig weiter ausbauen wird und freuen uns deshalb, unser Engagement zu erweitern und das Unternehmen zusammen mit Herrn Depenau auch in Zukunft weiterzuentwickeln.“


Bildquelle: Gustini GmbH