12.08.2019

Auszeit für Körper und Seele – Leipziger Gründerin vereint Massagen, Wellness und Kosmetik mit ihrem Studio Vita Somnium

Was hat eine Anti-Aging-Behandlung mit einem Engagement der MBG gemeinsam? Beide tragen dazu bei, dass die Sorgenfalten auf der Stirn ihrer Kunden verschwinden. Denn wenn es um die Finanzierung einer erfolgsverspechendenden Geschäftsidee geht, lässt die MBG angehende Unternehmer alles andere als alt aussehen. Davon überzeugen konnte sich Jane Hoffmann, die seit 2017 das Studio Vita Somnium betreibt. Nahe der Leipziger Innenstadt verwöhnen sie und ihre beiden Angestellten die Kunden nicht nur mit kosmetischen Anwendungen, die klanghafte Namen wie „Jungbrunnen“, „Schönheitsschlaf“ oder Blickfang“ tragen, sondern auch mit vielfältigen Massagen und Wellnessangeboten.

Zu ihrem heutigen Arbeitsplatz hat die Geschäftsfrau eine ganz persönliche Bindung: Die Vita Somnium-Räumlichkeiten beherbergten ursprünglich eine Arztpraxis, in der sie das erste Mal die Herztöne ihrer ungeborenen Tochter hörte. Dieser Moment liegt über 18 Jahre zurück. Zwischenzeitlich ist ihre Tochter den Kinderschuhen entwachsen und Jane Hoffmann widmet sie sich mit Vita Somnium nun ihrem beruflichen Baby. Geburtshilfe der finanziellen Art leistete die MBG. Die Beteiligungsgesellschaft sorgte mit ihrem bundesweiten Partnernetzwerk dafür, dass die Gründerin Zugriff auf Fördergelder des Mikromezzaninfonds Deutschland erhielt.

Aufgelegt vom Bundeswirtschafsministerium speist sich der 228 Millionen umfassende Mikromezzaninfonds aus Mitteln des ERP-Sondervermögens und des Europäischen Sozialfonds. Dabei richtet sich der Fonds, der von der NBank verwaltet wird, gezielt an kleine und junge Unternehmen. Die NBank-Verantwortliche Susanne Hauck kennt die besonderen Herausforderungen der Gründer: „Wer sich eine eigene Existenz aufbauen will, benötigt eine gute Geschäftsidee und ausreichend Kapital. Doch ohne Sicherheiten einen Kapitalgeber zu finden, gestaltet sich vielfach schwierig.“ Diese Erfahrung musste auch Jane Hoffmann machen, der ein Bankkredit kurz nach Eintritt in die Selbständigkeit verwehrt blieb. Stattdessen wurde sie von ihrer Hausbank an die MBG verwiesen. Als staatlich geförderte Beteiligungsgesellschaft, die bestens mit der hiesigen Wirtschaftslandschaft vertraut ist, bildet die MBG in Sachsen die verbindende Brücke zwischen regionalen Unternehmen wie Vita Somnium und dem Mikromezzaninfonds. Über die MBG läuft nicht nur die formale Antragstellung, sondern ihre Mitarbeiter kümmern sich auch persönlich um die Anliegen der Antragsteller. Dieser individuelle Service ist auch Jane Hoffmann in guter Erinnerung geblieben: „Die Betreuung durch Herrn Wiehe empfand ich als sehr angenehm. Er war ein kompetenter Ansprechpartner und ich fühlte mich stets gut beraten und an der richtigen Stelle abgeholt.“

Eine klassische Mezzaninfinanzierung, die in der Regel mit hohen Mindestvolumen verbunden ist, kam für die Inhaberin von Vita Somnium nie in Frage. Ihr Fall deckt sich mit den Marktbeobachtungen von Markus H. Michalow, Geschäftsführer der MBG in Sachsen: „In den letzten Jahren hat vor allem die Nachfrage nach kleinvolumigen Finanzierungen stark zugenommen. Viele Gründer und junge Unternehmen benötigen auf Grund neuer Geschäftsmodelle, die heutzutage zum Beispiel das Internet möglich macht, keine Riesensummen mehr zur Finanzierung ihrer Vorhaben. Hier schließt der Mikromezzaninfonds eine wichtige Lücke und bietet – wenn das Geschäftsmodell tragfähig erscheint – schnell und unbürokratisch ein wirtschaftliches Eigenkapital von bis zu 50.000 Euro.“  Die Gründerin Jane Hoffmann nutzte die Gelder aus dem Fonds speziell zur Markterschließung und Außendarstellung: „Durch die Finanzierung konnte sich mein Unternehmen in einem weiteren Standbein - der mobilen Firmenmassage - Stück für Stück etablieren und auf dem Markt positionieren. Aufgrund umfangreicher Werbekampagnen, welche ich so finanziell stemmen konnte, ist es mir gelungen, meinen Traum vom Aufbau eines eigenen Unternehmens zu erfüllen. Vita somnium, lateinisch für Lebenstraum, ist somit dem Ziel ein großes Stück näher gekommen.“

Wie in einen Tagtraum fühlen sich dagegen Kunden in ihrem Studio. Mit viel Detailliebe hat die Unternehmerin eine Wohlfühloase geschaffen, die einem mit stilvoller Einrichtung und behaglichem Kerzenschein empfängt. Das Anwendungsportfolio, das die Kunden von Vita Somnium erwartet, ist vielgestaltig: Konventionelle Gesundheitsmassagen, die unter anderem zur Schmerztherapie oder Migränebehandlung dienen, werden ergänzt durch Wellness-Anwendungen wie die Kräuterstempel- oder Hot-Stone-Massage. Im kosmetischen Bereich hat sich Jane Hoffmann auf die Behandlung mit Naturkosmetik spezialisiert. Die staatlich gelernte Masseurin, die diverse Weiterbildungen absolviert hat, repräsentiert als weibliche Vertreterin des Unternehmertums immer noch eine Minderheit. Dem will der Mikromezzaninfonds entgegenwirken, wie Susanne Hauck von der NBank erklärt: „Von Frauen geführte Unternehmen gehören zu den besonderen Zielgruppen des Mikromezzaninfonds. Mit einer stillen Beteiligung können Unternehmerinnen beim Aufbau und der Festigung ihrer Existenz gefördert werden.“ Darüber hinaus adressiert der Fonds speziell Unternehmen, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet und von Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden. Ausbildende Unternehmen, gewerblich orientierte Sozialunternehmern und Umweltunternehmen stehen ebenfalls im Förderfokus.

Das Mikromezzaninkapital, das rechtlich eine Mischform von Eigen- und Fremdkapital darstellt, wird den geförderten Unternehmen als stille Beteiligung zugeführt. MBG-Geschäftsführer Markus H. Michalow erklärt, was unter dieser Beteiligungsart zu verstehen ist: „Eine stille Beteiligung ist eine Finanzierungsform, bei der sich der Kapitalgeber als Gesellschafter an einem Unternehmen beteiligt ohne jedoch Stimm- bzw. Einflussnahmerechte zu besitzen und ohne nach außen in Erscheinung zu treten. Der stille Investor leistet für einen bestimmten Zeitraum seine Einlage in das Unternehmensvermögen und erlangt als Gegenleistung in der Regel eine Gewinnbeteiligung.“ Vor allem auch Jane Hoffmann war es wichtig, dass sie trotz Finanzierung von außen das Sagen in ihrer Firma behält. Nach mehreren Jahren als Angestellte in einer großen Massage-Praxis wollte sie mit ihrem Studio nun ihre eigenen beruflichen Idealvorstellungen verwirklichen. Dazu gehört für sie vor allem auch, sich ausreichend Zeit für den einzelnen Kunden zu nehmen. Mit jedem Neukunden führt sie ein Vorgespräch, um die körperlichen Voraussetzungen und individuellen Wünsche abzuklären. Das Gefühl der Entschleunigung endet auch mit der Behandlung noch nicht: Danach können Kunden in einem separaten Raum noch ein paar Minuten die wohlige Atmosphäre genießen bevor sie – garantiert mit einem Lächeln im Gesicht – das Studio verlassen und in den Alltag zurückkehren.

 

Bildquelle: Vita Somnium