26.02.2019

Sicher unterwegs im Datenverkehr – Chemnitzer comcrypto GmbH liefert innovative Technologie zur E-Mail-Verschlüsselung

Spätestens seit ihrem Inkrafttreten im Mai 2018 hält die DSGVO Unternehmen und Anwaltskanzleien in Atem, wenn es um den Schutz personenbezogener Daten geht. Wie angreifbar und verletzlich unser digitales Ich im Online-Zeitalter ist, verdeutlichen die immer neuen Meldungen von Hackerattacken und Datendiebstählen. Insbesondere von Firmen, die mit sensiblen Kunden-, Mitarbeiter- oder Lieferanteninformationen arbeiten, ist daher akuter Handlungsbedarf gefordert. Beim Schutz vor Cyberkriminalität können sie mit der 2017 gegründeten comcrypto GmbH auf einen Verbündeten mit Sachverstand zählen. Die Software-Firma aus Chemnitz hat eine neuartige kryptografische Technologie entwickelt, um E-Mails vor unautorisiertem Zugriff zu schützen.

So komplex die comcrypto-Technologie auch ist, die Anwenderfreundlichkeit genießt höchste Priorität. Einmal von der IT eingerichtet, laufen die Ver- und Entschlüsselungsprozesse vollautomatisiert im Hintergrund ab. Das aus Informatikern, Mathematikern und Ingenieuren bestehende Comcrypto-Team erhielt nun von der MBG den finanziellen Schlüssel zur weiteren Marktdurchdringung. Mit einer Kapitaleinlage sorgte die Beteiligungsgesellschaft dafür, dass das Chemnitzer Startup die Tür zum nächsten Level der Unternehmensentwicklung entsperren kann.

„Das Investment der MBG war notwendig, um den Zeitversatz zwischen entstehenden Personalkosten und Investitionen einerseits und den Umsätzen aus erfolgreichen Projekten und Produkten andererseits auszugleichen. Wir sichern somit nachhaltig Stabilität und Wachstum unseres Unternehmens“, erklärt comcrypto-Geschäftsführer Georg Nestmann. Er leitet das junge Unternehmen, das aus einem Forschungsprojekt an der TU Chemnitz hervorging und ab November 2014 mit mehreren EXIST-Gründerstipendien gefördert wurde, zusammen mit den Co-Gründern Alexander Woeschka und Hendrik Nöll. Kernprodukt von comcrypto ist das sogenannte Mail-Exchange-Gateway (MXG), eine ausgefeilte und ständig perfektionierte HighTech-Anwendung. Das MXG integriert sich nahtlos in bestehende Unternehmensnetzwerke und sichert ausgehende E-Mails auf dem aktuellsten Stand der Sicherheitstechnik gemäß der DSGVO-Vorgaben. Je nach Infrastruktur auf der Gegenseite findet eine Transportverschlüsselung, Passwortverschlüsselung oder komplette Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der E-Mails statt. Mit dem Einmal-Schlüsselprinzip kann comcrypto dabei ein absolutes Alleinstellungsmerkmal vorweisen. Verfügt der Empfänger ebenfalls über MXG, dann wird für jede Nachricht ein neuer Schlüsselsatz verwendet, so dass das Ausspionieren der E-Mail-Kommunikation zwischen beiden Seiten praktisch unmöglich ist. Dies schafft eine Sicherheit, die bis ins anstehende Zeitalter des Quantencomputing Schutz bietet.

Das disruptive Potenzial von comcrypto erkannte auch Software-Experte und Branchen-Insider Ronald Scholz, der das Unternehmen seit 2 Jahren als strategischer Partner begleitet: „Die Fähigkeit des comcrypto-Teams, kryptografische Technologie auf höchstem Niveau mit nachhaltiger Software-Implementierung zu verknüpfen, war und ist nach meiner Erfahrung herausragend.“  Und Scholz muss es wissen: Als Vorstandsmitglied hat er die vogtländische GK Software SE mit zum profitablen Global Player aufgebaut. Seit 2014 investiert er mit dem selbsterklärten „Company Builder“ Sherpa.Dresden in erfolgsversprechende Startups der Software-Branche.

Hierzu zählt für ihn auch comcrypto: „Mir wurde sofort klar, dass wir auf der Technologie ein skalierbares, internationales Business aufbauen können - noch dazu, wo der Bedarf an einfach zu nutzenden IT-Security-Lösungen derzeit extrem schnell wächst.“ Mit seinem Fokus auf Sicherheit besetzt comcrypto ein strategisch immer relevanteres Thema, mit dem Unternehmen im Wettbewerb um das Kundenvertrauen punkten können. Wie die MBG so legt Sherpa.Dresden ebenfalls großen Wert auf nachhaltiges Wachstum ihrer Portfolio-Unternehmen. Anders als manch klassischer VC-Investor ist Scholz auch kein unnahbarer Kapitalgeber, den Gründer nur am Verhandlungstisch sehen. Vielmehr engagiert er sich persönlich im operativen Tagesgeschäft im comcrypto-Office in Chemnitz.

Die comcrypto-Anwendungen werden bereits heute von Firmen wie Finanzdienstleistern, Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern oder Notaren genutzt, die tagtäglich streng vertrauliche Daten per E-Mail an ihre Klienten verschicken. Mit dem frischen Eigenkapital, welches die MBG zuletzt einbrachte, kann comcrypto nun eine professionelle Vertriebsorganisation einrichten und das Marketing ausbauen. Dass das Unternehmen das Zeug zum Game Changer auf dem Markt der verschlüsselten E-Mail-Kommunikation hat, steht auch für den zuständigen MBG-Manager Martin Liebsch außer Frage: „Neben dem fachlich hervorragend ausgebildeten Gründerteam von comcrypto überzeugten uns vor allem die Unterstützung des bisherigen strategischen Investors und die einfache Usability der MXG-Softwarekomponenten, die eine komplette DSGVO-konforme, vollständige Verschlüsselung von ausgehenden E-Mails ermöglicht.“ Zudem schreibt er comcrypto einen positiven Einfluss auf die gesamte Wirtschaftsregion zu: „Die Sicherung und der Ausbau der aktuell 14 Arbeitsplätze im High-Tech-Unternehmen in Chemnitz wird weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Start-Up Ökosystems in Südsachsen liefern.“ Den Wachstumsmöglichkeiten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Denn mit der comcrypto-Technologie kann grundsätzlich jede Art von digital übermittelten Daten geschützt werden, so etwa auch Daten von autonom fahrenden Autos. Die Verschlüsselung von E-Mails ist also nur der Anfang …

 

Bildquelle: comcrypto GmbH