14.06.2018

BBS und MBG stellen sich mit neuen Leistungsangeboten und Gremienmitgliedern zukunftsorientiert auf

Dresden, den 14. Juni 2018. Fortschritt durch Veränderung – von dieser Handlungsmaxime lassen sich die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG) leiten, um regionale Unternehmer speziell in Zeiten dynamisch wandelnder Marktbedingungen optimal zu unterstützen. Mit einer breit angelegten Initiative leistungsbezogener und personeller Neuerungen stellen die beiden Wirtschaftsfördereinrichtungen sicher, dass sächsische Gewerbetreibende und Freiberufler ihre unternehmerischen Vorhaben auch in Zukunft finanziell abgesichert und kompetent begleitet in die Realität umsetzen können.

Alle Neuerungen im Überblick:

(1) Angebotsspektrum

  • Senkung der Bearbeitungsgebühr für Bürgschaften von 1,5 % auf 0,75 %
  • Aufstockung der Bürgschaftssumme bei Nachfolgefinanzierungen ohne feststehende Hausbank von 160.000 € auf 520.000 €
  • Reduzierung des Festentgeltanteils bei Beteiligungen durch einen Digitalisierungsbonus von bis zu 2 % p.a.

(2) Personalbereich

  • Bestellung von Dr. Jörg Dittrich zum Verwaltungsratsvorsitzenden der BBS
  • Bestellung von Oliver Fern zum Aufsichtsratsvorsitzenden der MBG

 

(1) Leistungsbezogene Neuerungen im Detail:

Gesunkene Bearbeitungsgebühr für Bürgschaften

Die Bearbeitungsgebühr für Bürgschaftsanträge wird von bisher 1,5 % um die Hälfte auf 0,75 % reduziert. Mit dem neuen Preismodell trägt die Bürgschaftsbank der aktuellen Konditionspolitik der in Sachsen tätigen Kreditinstitute Rechnung. Ein Großteil der von der Bürgschaftsbank geförderten Unternehmer erhält heute Zugang zu vergleichsweise günstigen Geschäftskrediten, deren Fremdkapitalzins geringer als das bisherige Preisniveau der Bürgschaftsbank ausfällt. Auch angesichts der guten Konjunktur und insgesamt erfreulichen Risikosituation justiert die Bürgschaftsbank nun die Bearbeitungsgebühr im Sinne ihrer Kunden nach. Die Gebühr wird vorerst befristet bis zum Jahresende 2018 gesenkt.

Dr. Matthias Haß, Sächsischer Staatsminister der Finanzen, dazu:

„Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Situation begrüße ich die Reduzierung der Bearbeitungsgebühr der Bürgschaftsbank. Sie versetzt Unternehmer in die Lage, die oftmals unverzichtbaren Ausfallbürgschaften zu attraktiven Konditionen in Anspruch zu nehmen. Der verminderte monetäre Aufwand erleichtert Unternehmern, neue Finanzierungsvorhaben im Freistaat aktiv anzugehen und die Potenziale der hiesigen Wirtschaftslandschaft auszuschöpfen.“


Erhöhte Finanzierungssumme für „Bürgschaft ohne Bank“

Im Rahmen von Unternehmensnachfolgen vergibt die Bürgschaftsbank Bürgschaften mit einem Gesamtvolumen von bis zu 520.000 €, womit die sonstige maximale Bürgschaftssumme von 160.000 € um mehr als das Dreifache gesteigert wird. Die neu definierte Obergrenze für Nachfolgefinanzierungen gilt für die sogenannte Bürgschaft ohne Bank“. Dieses Förderprogramm offeriert Unternehmern eine Bürgschaftszusage bereits dann, wenn noch keine Bank für die Finanzierung gefunden ist. Mit dem erhöhten Absicherungssatz reagiert die Bürgschaftsbank auf die anhaltend starke Nachfrage nach umfangreichem Fremdkapital für Betriebsübernahmen.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, dazu:

„Die ‚Bürgschaft ohne Bank‘ der Bürgschaftsbank erlaubt Firmeninhabern, die essentiellen Nachfolgefragen – wie etwa die Rekrutierung eines geeigneten Nachfolgers und die Formalitäten der Übernahme – zu klären, ohne dass schon eine finanzierende Hausbank feststehen muss. So können Unternehmer die Betriebsübergabe frühzeitig in gut strukturierte Bahnen lenken.“


Reduziertes Beteiligungsentgelt durch Digitalisierungsbonus

Um die Digitalisierung der Unternehmensabläufe noch lukrativer zu gestalten, gewährt die MBG einen speziellen Digitalisierungsbonus auf das feste Beteiligungsentgelt. Durch den Bonus reduziert sich der Festentgeltanteil bei Beteiligungen, der standardmäßig bei 6,9 % p.a. liegt, um bis zu 2 % p.a. Die Bonushöhe wird in Abhängigkeit vom aktuellen bzw. geplanten Digitalisierungsgrad des jeweiligen Unternehmens festgesetzt. Hierfür zieht die MBG diverse Bewertungskriterien heran, wie z. B. den Einsatz von digitalen Anwendungen zur Warenbeschaffung oder Leistungserstellung.

Oliver Fern, neuer Aufsichtsratsvorsitzender der MBG und Regionalvorstand der Landesbank Baden-Württemberg, dazu:

„Mit dem Digitalisierungsbonus leistet die MBG einen wertvollen Beitrag zum Ausbau von internet- und softwarebasierten Wertschöpfungsprozessen. Dank des Bonus profitieren Unternehmer aus der Region auch ökonomisch von der verstärkten Nutzung digitaler Infrastrukturen: Sie erhalten nun die Möglichkeit, Eigenkapital in Form einer MBG-Beteiligung zu reduzierten Festentgeltquoten einzuwerben. Auf diese Weise treibt die MBG die Erschließung digitaler wie auch finanzieller Ressourcen in Sachsen maßgeblich voran.“

 

(2) Personelle Neuerungen im Detail:

Bürgschaftsbank mit neuem Verwaltungsratsvorsitzenden

Den Vorsitz im Verwaltungsrat der Bürgschaftsbank hat fortan Dr. Jörg Dittrich inne. Mit Dittrich konnte die Bürgschaftsbank einen erfahrenen, in der Handwerksbranche gut vernetzten neuen Verwaltungsratschef gewinnen. Der Dachdeckermeister und promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2012 Präsident der Handwerkskammer Dresden und seit 2015 Mitglied im geschäftsführenden Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Dem Verwaltungsrat der Bürgschaftsbank gehörte Dittrich in der Vergangenheit bereits als stellvertretender Vorsitzender an. Diese Funktion übernimmt nun Rainer Schikatzki, Vorstand der Sparkasse Meißen.

Dr. Jörg Dittrich, neuer Verwaltungsratsvorsitzender der Bürgschaftsbank, sagt:

„Mit der Bürgschaftsbank verfügt die gewerbliche Wirtschaft in Sachsen über eine Selbsthilfeeinrichtung, deren Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Durch ihre Ausfallbürgschaften eröffnet sie Unternehmern im Freistaat Zugang zu Krediten, die ihnen sonst wegen unzureichender Sicherheiten verwehrt blieben. Als Vertreter der lokalen Wirtschaft ist es mir eine besondere Ehre und Verantwortung, dem Verwaltungsrat der Bürgschaftsbank vorzustehen. Die Unterstützung durch die Fachkompetenz meiner Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat hilft dabei, die Arbeit und das Wirken der Bürgschaftsbank für die sächsischen Unternehmen nachhaltig erfolgreich zu begleiten.“


Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachen mit neuem Aufsichtsratsvorsitzenden

Der Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden der MBG wird jetzt von Oliver Fern begleitet. Mit Oliver Fern steht ein Fachexperte aus dem Bankenwesen an der Spitze des MBG-Kontrollgremiums. Der studierte Bankkaufmann war mehrere Jahre in leitenden Funktionen für die Deutsche Bank AG tätig, bevor er 2014 zum Vorstand der zur Landesbank Baden-Württemberg gehörenden Sachsen Bank in Leipzig berufen wurde. Im Aufsichtsrat der MBG agierte Oliver Fern bisher als stellvertretender Vorsitzender. Heute wird dieses Amt von Christian Doerr, Vizepräsident der IHK Dresden sowie geschäftsführender Gesellschafter von Doerr Feinkost, ausgeführt.

2018-06-14_Pressemitteilung_BBS-MBG_Neuerungen_Leistungen_Personalien.pdf