14.03.2018

Das Klassenzimmer im App-Format – Schüler bleiben mit Scoolio immer up-to-date

Und App dafür! Mit Scoolio hält das mobile Web nun Einzug in die Schulen – und das auch zur Freude der Lehrer. Denn wenn ihre Schützlinge jetzt im Unterricht das Handy zücken, dann finden sie in der Scoolio-App jede Menge hilfreicher Funktionen, um den Schulalltag erfolgreich zu bewältigen. So können Schüler ihre Hausaufgaben, Stundenpläne und Noten direkt am Smartphone eintragen und überblicken. Zugleich denkt Scoolio schon heute an die berufliche Zukunft ihrer Nutzer. Die App informiert auch über Ausbildungsangebote und potentielle Arbeitgeber.

Den Sprung ins Berufsleben haben diese vier Dresdner bereits gemeistert: Danny Roller, Martin Hey, Alexander Witkowski und Bastian Buder sammelten in verschiedenen Firmen mehrjährige Entwickler- und Unternehmer-Erfahrung, bevor sie Scoolio im Juni 2016 gründeten. Seit ihrem Launch hat die App nicht nur über 130.000 Anwender in Schulen gefunden, sondern auch mehrere Kapitalgeber gewonnen. Ende 2017 erhielt Scoolio ein gemeinschaftliches Investment des Technologiegründerfonds Sachsen, der SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft und der RBB Management AG, mit dem fortan weitere Markterschließungsmaßnahmen finanziert werden können.

An der „Venture Capital“-Bereitstellung für Scoolio war auch die MBG nicht unbeteiligt. Sie investierte in ihrer Funktion als Managementpartner des Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) in das Start-up. Der seit 2008 existierende TGFS wurde zuletzt im März 2016 auf mehr als € 124 Millionen aufgestockt und gewährt jungen Unternehmen Beteiligungskapital für technologieorientierte Vorhaben wie etwa im Software-Bereich. Genau in jenem Bereich ist auch Scoolio mit seinem Geschäftsmodell – der Aufbereitung, Transformation und Veredelung von digitalen Daten – beheimatet, das nun durch den Fonds gefördert wurde. Martin Liebsch vom TGFS erklärt, warum die sächsischen Gründer den Investment-Zuschlag für ihre mobile Software bekamen: „Die Scoolio-App bietet einen attraktiven Mehrwert als digitales Organisations- und als Kommunikationstool für Schulklassen und leistet einen wichtigen Beitrag bei der Berufs- und Studienorientierung von Schülern. Neben den visionären Gründerpersönlichkeiten mit exzellenten Branchenkenntnissen und Vertriebsnetzwerken, überzeugte uns das Marktpotential der Recruiting 4.0 Lösung zur zielgerichteten Ansprache neuer Ausbildungs- und Fachkräfte sowie dualer Studenten.“

Wie von dem TGFS-Manager angedeutet, dient die Scoolio-App nicht nur als elektronisches Hausaufgabenheft zur bloßen Datendokumentation. Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die Interaktivität der Anwendung gerichtet. In einem Chat können sich Schüler unmittelbar mit ihren Klassenkameraden und anderen Schülern aus der Region austauschen. Darüber hinaus bringt die App sie aber auch mit Hochschulen und Unternehmen zusammen. Diesen bietet Scoolio wiederum die Möglichkeit, den Schülern Informationen rund um Ausbildung, Studium und Praktikum entsprechend ihrer persönlichen Interessen und Stärken zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können Arbeitgeber geeignete Nachwuchskräfte von morgen bereits im Schulalter erreichen. Die kostenlos im Appstore und bei Google Play erhältliche App dürfte damit vor allem auch die Aufmerksamkeit von Firmen wecken, die im „War for Talents“ nach innovativen Recruiting-Konzepten Ausschau halten. Gleichzeitig ist man sich bei Scoolio aber auch der Verantwortung gegenüber der jungen Zielgruppe bewusst: Die Themen Datenschutz und Privatsphäre werden in der App-Schmiede groß geschrieben, versichern die Gründer.

Das neu eingeworbene Kapital aus dem TGFS versetzt sie nun in die Lage, auch die wirtschaftliche Entwicklung von Scoolio zu forcieren: „Wir befinden uns aktuell im Übergang von der Aufbau- in die Wachstumsphase. Maßgeblich für unseren Wachstumskurs ist die kurzfristige Sicherstellung ständiger Liquidität. Die Finanzierungshilfe des TGFS erlaubt uns, Zeit einzusparen und schneller zu wachsen“, beschreibt Mit-Gründer Danny Roller die Benefits des Investments. Mit dem TGFS kann er auf einen Sparring-Partner zählen, der zusätzlich zur monetären Unterstützung auch umfassendes Know-How im Bereich der Start-up-Förderung einbringt. Die offene Gesprächskultur und fundierte Beratung haben nach Rollers Einschätzung dazu geführt, dass binnen kürzester Zeit ein starkes gegenseitiges Vertrauen entstanden ist. Es verwundert daher nicht, dass er und seine Kollegen auch nach Ende der initialen Finanzierungsrunde noch im engen Austausch mit den Fondsmanagern stehen: „Das Team des TGFS ist für uns mittlerweile mehr als nur ein Investor. Der persönliche Kontakt über die letzten Monate hat uns darin bestätigt, dass wir mit dem TGFS einen langfristigen Partner gefunden haben.“ Derart solide eingebettet kann sich Scoolio jetzt weiter positiv und nachhaltig entwickeln – wie im Schulbuch eben.


Über den Technologiegründerfonds Sachsen

Der Technologiegründerfonds Sachsen ist ein Risikokapitalfonds. Er beteiligt sich durch die Investition von Eigenkapital und/oder eigenkapitalähnlichen Mitteln an jungen, technologieorientierten Unternehmen, die die Kriterien der EU-Kommission für kleine und mittlere Unternehmen erfüllen und ihren Sitz in Sachsen haben.

Über die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH

Die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und bietet Eigenkapitallösungen für Unternehmen in der Wirtschaftsregion Dresden an.

Über die RBB Management AG

Die RBB Management AG ist eine Beteiligungsgesellschaft, die für die regionale Beteiligung und Beratung in Ostsachsen in Bezug auf alle Fragen der Eigenkapitalfinanzierung verantwortlich ist. Die Aktionäre sind die Sparkasse Oberlausitz – Niederschlesien bzw. deren Stiftung und die Kreissparkasse Bautzen.  

 

Bildquelle: Christian Peter Beyer